\"Jugend debattiert\"

Landesfinale-Jugend-debattiert 1Sebastian Dallinger bei „Jugend debattiert“ in der Landesfinalrunde 2015 in Stuttgart im Landtag

Nach knapp vier Jahren AG Jugend debattiert hat es einer der Teilnehmer, Sebastian Dallinger aus 18 000 Bewerbern der Sekundarstufe I und II geschafft, sich für die Landesfinalrunde im Stuttgarter Landtag zu qualifizieren.

Landesfinale-Jugend-debattiert2Die Lehrerinnen Elke Knöppler, Melanie Konrad und Sarah Schulz, die die AG betreuten, sind über diesen Erfolg begeistert!

Während der gesamten AG-Zeit war es immer wieder faszinierend zu sehen, wie sich die Schüler in heute so wichtigen „Skills“, wie gründliche Recherche, Erarbeiten von Argumentationslinien unterschiedlicher Standpunkte, Ausdrucksfähigkeit, Gesprächsfähigkeit zunehmend verbesserten!

Nach zwei Regionalsiegen (2013 Martin Rippel, 2014 Sebastian Dallinger) schaffte es Sebastian Dallinger 2015 in die Landesfinalrunde der Sekundarstufe II.

Das Thema dieser Finalrunde lautete: „Soll in Baden-Württemberg an Grundschulen anstelle der Schreibschrift das Tastaturschreiben gelernt werden?“

Dies war keine einfache Fragestellung für die Schüler der Sekundarstunde II, mussten sie sich doch wieder in die Welt von Grundschülern zurückversetzen und dabei so verschiedene Aspekten, wie der Digitalisierung unserer Welt und den kognitiven und psychologischen Verschränkungen von Schrift und Gedächtnis Beachtung schenken.

Landesfinale-Jugend-debattiert3In gespannter Erwartung verfolgte die Klasse 9d, die als „Fanclub“ für Sebastian mit angereist war, die Debatten. Auf vorgefertigten Bewertungsbögen konnten sie ihre Ergebnisse mit der der Jury vergleichen.

Es war schon ein besonderes Gefühl im Stuttgarter Landtag Platz zunehmen und dort, wo ansonsten heiße politische Debatten um die politische Zukunft des Landes ablaufen, selbst als Teilnehmer zugegen sein.

Sebastian konnte sich in der anstehenden Debatte nicht für den Bundeswettbewerb durchsetzen, dennoch kann man nicht davon sprechen, dass er „verloren“ hätte.
So werden ihm und allen anderen AG-Teilnehmern die o.g. Fähigkeiten auch in der Zukunft von Nutzen sein. „Alle sind Gewinner“, wie der Leiter der Stiftung „Jugend debattiert“ mehrmals betonte. Durch die Förderung Ausdrucksfähigkeit und Gesprächsfähigkeit wird der Grundstein gelegt für Toleranz und Emphatiefähigkeit – lehrt der Wettbewerb doch immer zwei Perspektiven einer Seite zu betrachten, sich einander zuzuhören und so sich sachgerecht und differenziert mit Themen auseinanderzusetzen.

Das Format „Jugend debattiert“ wird am WHG zukünftig im Modul-System der Klasse 9 angeboten.