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Werner Heisenberg Gymnasium
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Wiederbeginn nach dem Lockdown - Neues aus der Schiffsschraube

Bruno Frey, KS2
Wie habt ihr diesen Tag empfunden?
Einerseits habe ich mich sehr darüber gefreut Freunde und auch Mitschüler, mit denen man nicht im direkten Kontakt war, zu sehen. Andererseits ist es natürlich befremdlich, sich an festen Laufwegen zu orientieren und in den Gängen Masken zu tragen. Im Bezug auf den Unterricht kann man wieder einigermaßen von „Normalität“ sprechen, sozial gesehen meiner Meinung nach noch nicht.

Was ist euch besonders in Erinnerung geblieben?
Dass tatsächlich ein Großteil der Stufe im Schulhaus eine Maske trägt, obwohl diese nicht verpflichtend ist. Natürlich gibt es ein paar Ausnahmen, aber man erkennt ganz gut, dass die meisten Schüler kein Interesse daran haben, wieder in Quarantäne geschickt zu werden.

Was ist gut gelaufen?
Die Bodenmarkierungen und Beschilderung ist ziemlich verständlich gestaltet und man merkt, dass beim Einrichten von den Lernräumen oder der Umgestaltung des Stundenplans mitgedacht wurde. Außerdem ist die Kombination von „physischem“ Unterricht und der Nextcloud als digitaler Plattform sinnvoll.

Was hätte besser funktionieren können?
Zum Teil gibt es noch ein paar kleinere Schwierigkeiten: so dürfen sich zwar nur drei Personen gleichzeitig auf der Toilette befinden, allerdings ist es nicht immer direkt ersichtlich, wie viele Leute dort gerade schon sind.
Des Weiteren nutzen viele Lehrer aktiv die Nextcloud, um Material zu verteilen, was an sich auch richtig und zeitgemäß ist. Nur haben manche Schüler keinen Drucker zu Hause. Deshalb könnte die Schule vielleicht eine Station mit Laptop und Drucker einrichten, bei der bestenfalls ein Desinfektionsmittelspender oder ein Waschbecken danebensteht.

Wie ist die Stimmung in der Stufe?
So gut wie alle sind vermutlich erleichtert, dass sie jetzt wieder ihre Freunde regelmäßig treffen dürfen und sich zu Hause nicht mehr selbst motivieren müssen, um für das Abi zu lernen. Allerdings herrscht ein wenig Unverständnis dafür, warum wir nach dem Abi weitere Klausuren schreiben sollen, da diese an anderen Schulen anscheinend wegfallen. Noch dazu fehlt vielen ein „entspannter“ Ausstieg aus dem Schulleben, einerseits wegen der Klausuren und andererseits, weil z.B. Abiball und -streich als gewohnter Abschluss erstmal wegfallen.

Fandet ihr die Entscheidung richtig, die Schule wieder zu öffnen?
Im Großen und Ganzen ja. Vor allem vor dem Abi fühlt man sich sicherer, wenn man mit den Lehrern nochmal persönlich Fragen klären und sich den Stoff anschauen konnte. Außerdem fällt es, wie gesagt, so leichter sich vorzubereiten. Dennoch hätte das KM sich überlegen können, die Schulpflicht für die KS2 zwei Wochen auszusetzten, weil dann die Schüler ihre eigenen Prioritäten setzen könnten, welcher Unterricht für sie relevant ist und welcher nicht.


Anonym
Präsenzunterricht zu Coronazeiten. Montag der 4. Mai 2020. Alle takeln höchst übermüdet in die Mensa, nicht fürs zweite Frühstück, nein. Zum Französischunterricht. Tische sind, mit Klebeband markiert, mit 1,50m Abstand voneinander aufgestellt. Das Ambiente in der Schule ist komplett anders. Durch den Abstand fällt der doch sehr gewohnte physische Kontakt aus, aber auch die Kommunikation verändert sich. Denn wenn man nicht gerade durch den halben Raum schreien möchte, kann man sich, zumindest während des Unterrichts, mehr oder weniger nicht unterhalten.
Die Schule ist ruhiger. Jeder ist sich der ernsten Lage bewusst. Die sonst so fröhlichen und umherspringenden Unterstufenschüler sitzen jetzt zu Hause und die Schulgänge liegen still. Hier und da steht eine Lehrkraft mit Maske zur Kontrolle der Sicherheits- und Hygienevorschriften.
Und jetzt zu dem Thema, bei dem sich die Geister scheiden. War die Schulöffnung zu früh? Ich persönlich bin froh, wieder in die Schule zu dürfen, da ich mit dem Online-Schooling absolut nicht klargekommen bin. Aber ob die Schulöffnung politisch die richtige Entscheidung war? Keine Ahnung. Obwohl mir die Hygienevorschriften sicher und sinnvoll vorkommen, besteht natürlich immer das Risiko einer Erkrankung. Für mich wäre eine Art Kompromiss angemessen. Wie das aussehen soll, weiß ich allerdings nicht, das ist die Aufgabe der Politiker.
Nur die Leistungsfächer unterrichten? Auf vertagte Klausuren verzichten? Die Schüler abwechselnd nur alle zwei Wochen kommen lassen oder die Unterrichtszeit verkürzen?
Ich habe keine Lösung. Das Einzige, was wir als Schüler machen können, ist abwarten und nicht auf dumme Ideen kommen.
Haltet Abstand und seit kreativ. Es gibt immer einen Weg. Wenn ihr lieb fragt, könnt ihr auch mit uns UNO im Kreis spielen.


Claire Hintze, KS1
Wie habt ihr diesen Tag empfunden?
Zunächst einmal Freude alle wiederzusehen, es war schön zu sehen, dass sich die Lehrer ebenfalls gefreut haben uns Schüler wiederzusehen und generell war der Umgang noch freundlicher als sonst.

Was ist euch besonders in Erinnerung geblieben?
Dass wir vieles mit Humor nehmen konnten. Obwohl es strenge Richtlinien gab, konnten wir im Unterricht auch lachen.

Was ist gut gelaufen?
Der Abstand der Tische in den Kursräumen.

Was hätte besser funktionieren können?
Mir gefällt es nicht, wie wir jetzt von den Aufsichtslehrern beobachtet werden. Man fühlt sich fast schon kriminell, wenn man einen Zentimeter zu nah an jemandem vorbeiläuft.

Wie ist die Stimmung in der Stufe?
Relativ entspannt, es ist sogar ganz angenehm, dass die Pausen nicht so laut sind. Das hat mich immer sehr gestresst. Die vielen Räume, die wir für die Freistunden haben, geben uns eine Rückzugsmöglichkeit, die schon längst mal nötig gewesen wäre für viele, die sensibel auf so eine Reizüberflutung reagieren. In teilweise 8-10 Stunden Schule muss man auch mal in Ruhe durchatmen können.

Fandet ihr die Entscheidung richtig, die Schule wieder für euch zu öffnen?
Ja, weil es sich sonst mit dem Schulstoff und den Klassenarbeiten zu sehr staut in der Zukunft und ein gewisser Grad an Normalität sehr angenehm ist.

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