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Werner Heisenberg Gymnasium
Friedrichstraße 7
69469 Weinheim
Tel. 06201 / 29088-30
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Schülerzeitung Schiffsschraube

Ausgewählte Ausgaben der SchülerzeitungDie Schiffsschraube sucht…

Unsere Schülerzeitung Schiffsschraube trifft sich jeden Freitag um 13:40 Uhr im Raum 013 („Schülerzeitungsraum“). Wir freuen uns über neue Gesichter, die...

… gerne schreiben

… toll knipsen können

… in einer netten Truppe zusammenarbeiten wollen

... sich gerne mit Design und Layout beschäftigen

… oder einfach gute Ideen haben.

Mitzubringen sind: Stift, Zettelwirtschaft, gute Laune

Ab Klasse 7 (mit Bewerbungstext auch Klasse 5 und 6).

Das Team stellt sich vor

Die Redaktion der Schülerzeitung Schiffsschraube hält wöchentlich Redaktionssitzungen ab. Neben hitzigen Diskussionen über neue Hauptthemen und Artikelideen gibt es auch Layoutbesprechungen, Planungssitzungen bezüglich des Verkaufs und wenn es wieder eine neue Ausgabe zu feiern gibt, essen wir auch mal gemeinsam Pizza.

Auch wenn diese Tätigkeit euch vielleicht als erstens in den Sinn kommt, wenn ihr an Schülerzeitung denkt: Unsere Arbeit besteht nicht nur aus Schreiben! Die Schülerzeitung Schiffsschraube unterteilt sich in verschiedene Teams. Die Redaktion schreibt, das Layout-Team gestaltet, die Fotografen sorgen für Bildmaterial, das Anzeigenteam für unsere Anzeigen und der Finanzbeauftragte kümmert sich um die Finanzen. Jedoch schließt das eine das andere nicht aus. Man kann auch schreiben und fotografieren oder sich zusätzlich um die Anzeigen kümmern. Jedes erdenkliche Talent kann bei uns eingebracht werden, ihr seid herzlich eingeladen, mitzumachen!
 
ChefredakteurinChefredaktion
Anna Sophie Born


Mein Name ist Anna Sophie, ich bin die Chefredakteurin unserer Schülerzeitung. Ich gehe in die 10. Klasse und bin seit ca. vier Jahren Mitglied. Ich leite die Sitzungen und kümmere mich außerdem um viele organisatorische Dinge.

Ich schreibe auch Artikel und bin die Ansprechpartnerin bei Fragen, Ideen, Wünschen oder Anregungen.

Die Schülerzeitung ist eine tolle AG, in der man viele neue Erfahrungen sammelt und Spaß hat. Man wirkt mit jeder neuen Ausgabe an einem großen Projekt mit und es ist jedes Mal aufs Neue ein schöner Moment, wenn man die fertige Ausgabe in den Händen hält. Die Sitzungen laufen immer unterschiedlich ab, neben organisatorischen Dingen, die zu klären sind, sammeln wir oft Artikelideen, diskutieren über alle möglichen Themen oder bereiten ein paar Gerüchte für die Gerüchteküche zu.

Was ich noch gerne vermitteln möchte: Auch wenn jeder seinen eigenen Aufgabenbereich hat, sprechen sich alle miteinander ab, denn unsere Zeitung ist ein Gemeinschaftsprojekt. Wir können unsere Ausgabe am Ende nur stolz in den Händen halten, wenn alle zusammenarbeiten!
 
LayoutLayout
Amélie Asfour

Ich heiße Amélie und bin die Layout-Chefin in der Schiffsschraube. Ich gehe in die Kursstufe eins und bin seit über vier Jahren festes Mitglied in der Schülerzeitung. Meine Aufgabe ist es, die Artikel so zusammenzustellen, dass sie gut aussehen. Bilder, Grafiken, Textdesign und Anzeigen bearbeite ich am Computer und setze sie visuell und funktionell passend nebeneinander. Meine Arbeit startet, nachdem die Artikel geschrieben und korrigiert sind.

Gestaltest oder malst du gerne? Bist du experimentierfreudig?

Wenn du ein kreativer Kopf bist und mit mir zusammen unsere Schülerzeitung gestalten willst, dann komm ins Layout-Team!

Du bekommst Zugriff auf Adobe-Programme wie InDesign und Photoshop, damit du bestens ausgestattet bist und dich völlig frei kreativ ausleben kannst.

Melde dich bei uns!

Auszeichnungen

2019 wird die Ausgabe 154 auf der Landesebene als zweitbeste Schülerzeitung ausgezeichnet.
2018 und 2015 erhält unsere Schülerzeitung einen Preis für die drittbeste Baden-Württembergs.
Die Schiffsschraube wird in Stuttgart am 3. Dezember 2014 für Ausgabe 143 in der Kategorie Gymnasium als beste Schülerzeitung Baden-Württembergs ausgezeichnet. Bei dem bundesweiten Schülerzeitungswettbewerb mit über 1900 Einsendungen wird die Schiffsschraube mit einem Sonderpreis des Bundesministeriums für Familie ausgezeichnet. Dieser wird unter dem Titel „Ein Satz für eine bessere Gesellschaft“ vergeben.

Kontakt

Ideen, Wünsche oder Anregungen?

Dann wende dich direkt an die Redaktion der Schiffsschraube: .
Unseren Anzeigenkunden bieten wir gerne besondere Auskünfte über Preise und Möglichkeiten der Anzeigenschaltung an. Wenden Sie sich bei Interesse bitte per E-Mail an uns. Die Verantwortliche für das Anzeigengeschäft wird sich dann an Sie wenden!

Wir freuen uns auch über kleine Leserbriefe und Kritik.

Ihr habt eine Idee für einen Artikel? Es gibt ein Thema, das euch beschäftigt? Schreibt darüber oder wendet euch an uns! Auch wenn ihr kein Mitglied der Redaktion seid, könnt ihr zum Beispiel einen Gastbeitrag bei uns einreichen.

Die Schiffsschraube ist die unabhängige und überparteiliche Schülerzeitung des Werner–Heisenberg–Gymnasiums. Sie ist nur dem Pressegesetz verantwortlich.
 

Beispielartikel

„Meiner ist größer“ – der Muskelwahn
von Redakteurin Leonie Swart



Den Begriff „Flexen“ hatte ich eine ganze Weile nur mit einem Handwerker, der Metall schneidet, assoziiert. Zum Glück weiß ich jetzt, was mit „Flex, flex! Ich mach´n Pic!“ gemeint ist.

Der Begriff „Flexen“ beschreibt im Milieu der nicht-trennschleifenden Bevölkerung die Tätigkeit, mit der Arnold Schwarzenegger seine Karriere gestartet hatte: Muskeln anspannen, damit das perfekte „Body-Pic“ der ambitionierten Gym-Besucher gelingt.

Früher dachte ich, dass hauptsächlich ältere Menschen ins Fitnessstudio gehen - wegen „Rücken“ zum Beispiel. Jetzt ist das Gym auch das Habitat der Jugend. Der gesellschaftliche Druck, kein „Lauch“ oder „Schwabbel“ zu sein, bringt einen dazu, hart an seinem Äußeren zu arbeiten. Wer früher voller Freude den Ball auf der Wiese durch die Gegend gekickt hat, dem kann man heute im Gym beim Muskelaufbau zuschauen.

Es heißt auch nicht mehr „Fitnessstudio“, das ist zwar dasselbe wie das „Gym“, aber ins „Fitnessstudio“ gehen nun wirklich nur noch die Alten.



Ich kann nicht nachvollziehen, wie man sich vom Gym so angezogen fühlen kann. Man trainiert in einer Halle und bewegt sich nicht vom Fleck, während man Arme oder Beine betätigt. Zwischen und an den Geräten trifft man permanent auf andere Menschen. Atmen ist zwar kein Problem, das Belüftungssystem funktioniert, trotzdem ist es doch irgendwie unangenehm, beim Schwitzen und Leiden beobachtet zu werden. Anderen dabei zuzusehen finde ich auch nicht gerade verlockend – wobei das vielleicht Geschmackssache ist.

Die „Gym-Time“ als soziales Tagesevent mit Freunden stelle ich mir schon besser vor. Man kann alles austauschen. Alles...den Tratsch und die Erlebnisse, die sich über den Tag angesammelt haben und natürlich den Schweiß an den Geräten.



Sport an sich ist eine sehr gute Sache. Sport ist wichtig, um fit und gesund zu bleiben.

Dafür muss man Opfer bringen: Die einen rennen ihre Runden im Stadion, die anderen pumpen bis der Bizeps brennt und der Oberarm platzt. Ja, Sport könnte man als eine Form leichten Masochismus´ bezeichnen. Es muss wehtun, hin und wieder auch noch am Tag danach. Die Treppen unter Schmerzen rückwärts runterlaufen zu müssen, kann tatsächlich zufriedenstellend sein, weil man merkt: Man hat etwas für sich getan. In dieser Hinsicht ist das Pumpen an Geräten und mit Gewichten am effektivsten, das kann ich nachempfinden.



Allerdings geht es (wahrscheinlich den meisten) Pumpern im Wesentlichen nur um ihr Aussehen, darum, leistungsfähig, siegreich und vor allem sportlich aufzutreten. Ich frage mich, ob es so sportlich ist, ins Gym zu gehen beziehungsweise mit dem Auto bis auf den Parkplatz zu fahren (und direkt am Eingang zu parken, damit der Weg nicht so weit ist) und Gewichte hochzuheben? Man kann eigentlich nicht wirklich etwas, auf das man stolz sein könnte. Den Arm inklusive Hantel zu bewegen ist keine Kunst. Richtige Wettkämpfe gibt es auch nicht, außer natürlich bei der Frage nach dem größten Oberarmumfang.



Den äußerlichen Fortschritt mit der Handykamera festzuhalten und als Profilbild oder Snapchat-Story zu teilen, scheint hingegen einigen sehr wichtig zu sein.

Wenn man sich durch den Muskelaufbau einfach wohler in seiner Haut fühlt und sich selbst besser gefällt, ist das schön und gut, aber man muss nicht direkt zum Selbstdarstellungs-Künstler werden.

Manchmal könnte man meinen, das Gym dient ausschließlich als Kulisse, weil der riesige Wandspiegel so sauber ist und es auf den Bildern besser aussieht, wenn im Hintergrund die Gewichte liegen.

Das Ganzkörperspiegelselfie nach dem Sport wird gepostet und darunter so etwas wie #trainingfinished oder #heutewiederhartgepumpt geschrieben.

Die besten Bilder sind eindeutig die, auf denen versucht wird, ganz unauffällig alles anzuspannen, die Mimik aber alles verrät. Es ist doch sehr selbstverliebt zu denken, dass es die ganze Welt interessiert, wie man halbnackt aussieht.



Ich will nicht leugnen, dass sich Muskeln positiv auf die Optik auswirken, aber übertreiben muss man es auch nicht. Die Genusssportler, die sich nach der Anstrengung zum physischen und psychischen Ausgleich das Spaghettieis gönnen, sind sowieso viel sympathischer, als die ehrgeizigen Proteindrink-Schlucker.



Leonie Swart
Worte für Demokratie
von Redakteurin Anna Sophie Born





Als wir in der Redaktion über das Hauptthema der neuen Ausgabe diskutierten und überlegten, welches Thema möglichst viele Schüler interessiert, standen am Ende zwei Themen zur Auswahl: Schule und Demokratie.

Es gab einige Stimmen in der Redaktion, die das Thema Demokratie nicht so interessant fanden und der Meinung waren, man könne nicht viel über Demokratie schreiben.

Dies hat dazu geführt, dass ich mich gefragt habe, wofür Demokratie eigentlich steht und ob es für uns Schüler wirklich so uninteressant ist?

Bei Wikipedia lese ich kurze Zeit später, dass es sich bei Demokratie um ein Regierungssystem handelt, in dem Macht und Regierung vom Volk ausgehen.

Alles klar, oder? Aber was bedeutet das eigentlich für jeden Einzelnen von uns?



Für mich bedeutet Demokratie vor allem, dass ich in einem System lebe, das mir Freiheiten gewährt: Freiheiten, für die ich persönlich nichts tun musste, sie sind mir sozusagen in die Wiege gelegt worden. Freiheiten, für die andere Menschen in Revolutionen gestorben sind:

Ich kann über alles, was mir vorgegeben wird, noch einmal nachdenken und es hinterfragen, mir meine Meinung dazu bilden und sie auch äußern, ohne mit ernsthaften Konsequenzen rechnen zu müssen. Sei es die Freiheit im Handeln, im Glauben, in meiner Entfaltung, oder einer politischen Überzeugung: Ich kann meine Freiheitsrechte ausleben, soweit dadurch nicht die Rechte meiner Mitmenschen verletzt werden. Freiheit bedeutet für uns Jugendliche, zu tun, was uns glücklich macht und zu leben, wie wir wollen.

Ich kann also meine Freiheitsrechte ausleben und genießen und muss nichts tun?

Genauso funktioniert es eben nicht. Wenn man das tut, werden diese Rechte zu einer Selbstverständlichkeit, die eben einfach da sind. Man denkt, sie sind nichts Besonderes. Diese Einstellung ist aber gefährlich. Demokratie hat mit dem Leben von Werten wie Fürsorge, Hilfsbereitschaft, Gleichheit, Gerechtigkeit und vor allem mit Verantwortung zu tun. Erst die Verbindung und das Miteinander mit anderen Menschen erschaffen Demokratie. Zu meiner Meinung gehört auch die Akzeptanz der Meinung anderer. Das Leben von Werten bedeutet, sie nicht nur einfach hinzunehmen oder sich hasserfüllten Tiraden über „die da oben“ hinzugeben, sondern sich aktiv für diese Werte und damit für die Demokratie einzusetzen.



Ob es sich nun um Mobbing in der Schule oder Ausgrenzung in der Gesellschaft handelt, es reicht nicht, einfach wegzusehen, man muss handeln, eingreifen und dem anderen dieselben Rechte zugestehen und so die Freiheit erhalten.

„Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun“, sagte schon Voltaire.

Oft ist es so, dass man sich der Wichtigkeit bestimmter Werte erst bewusst wird, wenn sie schwinden oder nicht mehr da sind. Es gibt inzwischen viele Länder der Welt – auch in Europa -, in denen die Freiheitsrechte eingeschränkt werden oder nicht mehr gegeben sind. Dies führt zu Ungerechtigkeiten, schlimmstenfalls zu Kriegen und einer großen Zahl von Menschen, die vor diesen Umständen in andere Länder fliehen, zum Beispiel nach Deutschland, um hier ein Leben in Freiheit führen zu können.

Wir können nicht in einer Demokratie leben und denken, damit haben wir nichts zu tun. Jeder sollte Verantwortung übernehmen. Nicht nur für die Dinge, die einen selbst betreffen, zum Beispiel die Englischhausaufgaben, sondern Verantwortung für die Gemeinschaft, die sich in sozialem und mitmenschlichem Verhalten zeigt. Wir müssen uns aktiv für Demokratie entscheiden und sie hegen und pflegen.

Mit der Demokratie ist es wie mit einer Pflanze: man muss sie pflegen, damit sie wachsen und gedeihen kann. Pflegt man sie nicht, beginnt sie zu welken und zu verschwinden.

Anna Sophie Born
Do, 30. Juli 2020
- So, 13. September 2020
Sommerferien